• Katharina Arpagaus

Wie aus einem Miesepeter eine Strahlefrau wurde

Seid herzlich gegrüsst, ihr lieben Mondschwestern und -brüder, Traumtänzer*innen, Baumumarmer*innen, Träumerinnen und sonstige Zauberwesen.

Heute bin ich mit einem Lied im Herzen erwacht. Ich widme dieses Lied, das ich am MOON DANCE AUSTRIA gelernt habe, all meinen Medizinfrauen-Schwestern und allen Kriegerinnen-Frauen.
 Medicine Women, we are❣️ Warrior Women, we are ❣️ Gestern durfte ich von meinen Schwestern vom Klangheilkreis eine ganz tiefe Heilung erfahren. Ich möchte das hier teilen, um zu zeigen, wie kraftvoll und heilsam es ist, wenn wir Frauen (und auch Männer ) zusammenkommen und unsere Medizin miteinander teilen. 
Und möchte dich ermuntern, dich zu zeigen, auch wenn's dir mal nicht gut geht. Weil wir haben alle mal schwierige Phasen und es ist so heilsam, wenn wir gerade an unseren Miesepeter-Tagen liebevoll angenommen werden. Dieses Jahr habe ich den Dezember und die Rauhnächte als düster und bedrückend erlebt. Da war so eine Schwere und Hoffnungslosigkeit in mir, die ich einfach nicht abschütteln konnte. Es gab auch viele schöne und berührende Momente, aber die Grundstimmung war - alles ist so schwer und dunkel, das Leben macht keinen Sinn, was mache ich bloss auf dieser Welt. Gestern war ich müde, hatte meine Tage und das letzte, was ich wollte, war nun auch noch raus in die Kälte und an diesen Klangheilkreis. Ich vertrödelte die Zeit beim Abendessen, lies zwei Busse sausen und verpasste um ein Haar auch noch den Zug, da war so viel Widerstand in mir, dort hinzufahren, aber irgendwie hatte ich mich doch nicht dafür, abzusagen. Stattdessen kam ich viel zu spät, der Eingang war abgeschlossen, es gab keine Klingel und mein Handy hatte keinen Akku mehr und ich konnte nicht anrufen. Ich versuchte, Schneebälle hoch in den dritten Stock zu schmeissen, was mir nicht gelang und sass dann vor dem Eingang in der Kälte und dachte, juppie, jetzt kann ich den nächsten Zug nehmen und wieder nach Hause auf mein gemütliches Sofa... Da kam ein Mann vorbei und er liess mich mit seinem Handy telefonieren und so gelangte ich schlussendlich doch noch zu den andern. Aber ich war miesepetrig und die andern fanden es natürlich auch nicht toll, dass ich eine halbe Stunde zu spät kam und am liebsten wäre mein trotziges kleines Kind jetzt türknallend aus dem Raum gestürmt und davongerannt. Stattdessen blieb ich und dachte, wie um Gotteswillen soll ich in diesem Zustand jemandem etwas Gutes tun können? Aus mir strömen grad gar keine erhabenen Gefühle, sondern ein diffuses Mischmasch aus altem Schmerz, Müdigkeit und Lustlosigkeit. Berühren wollte ich in diesem Zustand niemanden, so setzte ich mich in einen Sessel und versuchte mich zu sammeln, während die andern sangen und musizierten und die Frau in der Mitte liebevoll berührten. Immerhin ist es ja ein Heilkreis und kein Stehaufmännchen-Kreis, da kann es ja vielleicht auch ok sein, wenn man mal nicht gut drauf ist, kam mir der Gedanke. Und so sass ich da in meiner Ecke und war einfach mit meinen Empfindungen. Die Schwere in mir annehmen, mit ihr sein, nicht einfach so tun, als ginge es mir gut und ich hätte alles im Griff. Ein Teil von mir wollte sie aber am liebsten wegmachen und empfand sich als eine Zumutung für diesen Kreis und diese Welt mit meinen toxischen Gefühlen und Gedanken, aber die waren nun mal da. Schliesslich kam ich an die Reihe, mich hinzulegen und mir etwas zu wünschen. Ich dachte zwar, oh, ich hab das überhaupt nicht verdient, ich bring ja nur Stinklaune in diesen Raum, liess mich dann aber doch auf die weiche Liege sinken. Und wünschte mir Leichtigkeit, die Wiederverbindung mit meiner Begeisterungsfähigkeit und meinem Herzfeuer und dass die richtigen Frauen für meine Ausbildung zusammenkommen. Die Frauen begannen für mich zu singen und musizieren, sakral und mystisch und Bilder kamen hoch von einer traumatischen Situation, die ich vor einigen Wochen erlebt hatte bei einem Ritual, in dem ich nicht für meine Grenzen eingestanden war und ausgeharrt hatte in einer für mich sehr triggernden Situation. Ich spürte die schwere warme Decke und die Frauen sangen für mich wie damals bei dem Ritual, an dem ich innerlich starb, aber ich wusste, dieses Mal kann ich mich bewegen, ich bin nicht gefesselt, ich bin nicht hilflos. Die Klänge entführten mich in die Unterwelt, ins mystische Reich von Ereshkigal, der babylonischen Herrin des Totenreichs. Wie Inanna musste ich absteigen ins Schattenreich und sterben, in diesen grauen Steinhallen im Bauch der Erde. Und ich konnte mich ganz diesem Sterben hingeben, gehalten von den Frauen. Und ich realisierte, dass seit dem Ritual vor einigen Wochen ein Teil von mir wie tot war, die Lebenskraft gefangen im Trauma. Die liebevollen Klänge und Berührungen holten mich nun Schritt für Schritt zurück ins Leben. Die Schwere löste sich, die Lebenskraft kam zurück, mein Herz erblühte wieder und ich verliess die Unterwelt und stieg auf zurück ins Leben, zurück auf die Erde, liebevoll willkommen geheissen von meinen Schwestern. Ich teilte voller Freude mit ihnen, was ich da für eine magische Reise erleben durfte. Sie lachten und meinten, he heeee, wir sind schon richtige Hexen… Ihnen und all den wunderbaren Frauen in meinem Leben, mit ihren zarten Händen, liebevollen Berührungen und verständnisvollen Worten, möchte ich das Medizin-Frauen-Lied widmen, das ihr weiter unten hören könnt. Und ich möchte mir selbst danken, dass ich trotz all den Widerständen immer wieder aufstehe und mich der Welt stelle, auch wenn ich mich manchmal am liebsten im Schneckenhaus verkriechen möchte (und manchmal braucht's auch Schneckenhaus-Zeit, die ist auch wichtig). Aber ich weiss, wenn ich mich aufraffe, wenn ich den inneren Schweinehund überwinde, wenn ich mich traue, einfach zu mir zu stehen, auch wenn ich mich gerade miserabel fühle - da kommen so viele Geschenke zurück. Und das sagen auch die Teilnehmerinnen an meinen eigenen Frauenkreisen, wie sie manchmal müde und gestresst ankommen, am liebsten zu Hause bleiben würden und dann zutiefst genährt und glücklich nach Hause gehen. Heute bin ich voller Freude erwacht. Ich bin wieder da, zurück im Lebensfluss Und ready zu geben. Mit vollem Herzen . Ready, meine Medizin zu teilen. Und freue mich auf die Frauen, die den Ruf spüren zur Medizinfrau, zur Kriegerin, zur Heilerin, zur Priesterin. Die Hüterin des Mondkelchs - DIE Ausbildung für ganzheitliches Frauenwohl Am Sonntag, 6. Februar von 14 -17 Uhr ist Kennenlern-Tag in Zürich! Kommst du auch, liebe Schwester? Und wenn dich der Frauenkreis ruft - wenn du dich auch gerne in samtige Hände sinken lassen möchtest, an weiche Frauenschultern anlehnen, dich im Kreis willkommen fühlen, so wie du bist - an deinen Strahlefrau-Tagen und an deinen Kummerfurz-Tagen, dann gibt's im Februar die nächste Gelegenheit dazu. Alles Liebe, Deine Katharina Lalita Devi


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